Triathlon:

Auch 2016 musste der Wendlandtriathlon in Gartow wegen Blaualgen im See zum 2. Mal hintereinander ausfallen. Deshalb entschloss sich Thomas spontan am 15. Juni beim 29. Uni-Triathlon in Magdeburg über die Sprint-distanz 850 m Schwimmen, 20 Km Rad und 5 km Laufen an den Start zu gehen. Nach 1 Std. 24:45 Min. kam Thomas ins Ziel und wurde gesamt 178. von 334 Teilnehmern bzw. 18. bei den Senioren.

 
Am 31. Juli nahm Thomas am Ironman-Rennen in Maastricht teil. Geschwommen wurde in der Maas, erst gut 2.000 m gegen die Strömung. Es gab einen Roll-on-Start, dabei konnte er schon 5 Min. nach dem Startschuss ins Wasser. Weil Thomas immer rechts Luft beim Schwimmen holt, kam er zu weit nach rechts in die Strömung, was  sehr viel Kraft kostete. Nach 1 Std.28:35 Min. kam er aus dem Wasser und wechselte aufs Rad.
 
Das Wetter an diesem Tag meinte es nicht gut mit den Athleten, es war sehr windig und kühl, zeitweise kam Starkregen vom Himmel und das auf einem Kurs mit Radwegen, Wald u. Wiesenwegen sowie Kopfsteinpflaster in Belgien. So einen Radkurs bei einem Ironman-Rennen hatte Thomas in seinen 24 Jahren weltweit noch nie erlebt. Es gab zahlreiche Radstürze, oft sah man Krankenwagen. Thomas war froh, nach 5 Std. 39:29 Min. heil und mit einem knapp 34er Schnitt vom Rad steigen zu können. Auch auf der 1. Laufrunde durch die Stadt Maastrich ließ der Regen nicht nach, erst in den letzten Laufrunden hörte der Regen auf.
 
Der Marathon hatte es auch in sich, in jeder Runde musste man 70 Höhenmeter überwinden und dann ging‘s vom höchsten Punkt wieder in die Altstadt. Thomas benötigte für den Marathon 4 Std. 25:24 Min und kam nach 11 Std. 50:21 Min. ins Ziel. Das war der 762. Gesamtplatz von über 2.500 Athleten bzw. in seiner AK 50 der 64. Platz.
 
Thomas startete Ende August beim Arendsee-Triathlon über die Kurzdistanz 1,5 km Schwimmen, 40 km Rad, 10 km Laufen. Alle Athleten mussten ohne Neoprenanzug schwimmen, Thomas kam nach 35 Min. aus dem Wasser, wechselte schnell auf‘s Rad und stieg nach 1 Std. 12 min. mit einem 35,4er Schnitt vom Rad. Thomas war überrascht, dass er mehr Athleten beim Laufen als beim Radfahren überholen konnte und brauchte 50:16 Min. Nach 2 Std. 42 Min. erreichte er das Ziel auf dem Marktplatz von Arendsee u. wurde gesamt 94. sowie 8. in der M 50.
 
Am 24.September startete Thomas beim Ironman-Rennen auf Mallorca. Auch hier gab es einen Roll-on-Start u. Thomas reihte sich bei 1 Std. 20 Min. bis 1 Std. 30 Min Schwimmzeit ein, was sich nachher leider als großer Fehler entpuppte, denn er kam beim Schwimmen in der Bucht von Alcudia dauernd in Pulks mit langsameren Schwimmern und konnte nie seinen Rhythmus finden. Nach 1 Std. 19:32 Min. (beste Schwimmzeit 2016!) kam Thomas aus dem Wasser und musste wie alle Athleten vom Strand zur Wechselzone fast 300 m laufen.
 
Dann ging‘s auf‘s Rad, die ersten 90 km mit einem fast 37er Schnitt bei einem welligen Kurs, dann ging‘s ins Gebirge auf über 700 m Höhe! Bei km 110 auf gut 600 m Höhe sprang Thomas die Kette vom Rad und verkeilte sich zwischen Kurbel und Rahmen. zu allem Übel fing es noch stark zu regnen an und Thomas schaffte es erst nach fast 10 Min. die Kette wieder frei zu bekommen. Nun das nächste Problem: Anfahren mit dem Rad bei Starkregen und über 7% Steigung! Mit viel Glück schaffte es Thomas wieder auf‘s Rad u. machte sich bei diesem Regen schon sorgen um die Abfahrt raus aus dem Gebirge.
 
Zum Glück hörte der Regen bei der Abfahrt auf und die Straßen waren trocken. Nach dem Gebirge kam der Regen zurück (Es waren auf Mallorca die stärksten Regenfälle seit 5 Jahren!) Dann kam der km 165, bei einer leichten Rechtskurve auf einer Betonstraße rutschte plötzlich das Vorderrad nach links weg und Thomas fiel mit über 30 km/h aus voller Fahrt auf die Straße und rutschte über 10 m mit dem Rad, bevor er zum Stehen kam. Zum Glück hatten die nachfolgenden Athleten Thomas‘  Missgeschick rechtzeitig bemerkt und konnten alle ohne Probleme vorbeifahren.
 
Mein erster Blick ging ans Rad, alles noch heil! Wie ich sehen konnte, war nichts abgebrochen oder größer beschädigt. Erst dann bemerkte ich, dass ich blutete. Bei dem Sturz verletzte ich mich am rechten Ellenbogen, hatte Abschürfungen an der rechten Hüfte und Knöchel. Ich richtete das Rad sofort nach dem Sturz (mein erster Radsturz bei einem Ironman-Rennen und hoffentlich mein letzter!) wieder auf und hüpfte auf‘s Rad. Erst als ich mich mit meinen Unterarmen wieder auf die Armschalen legte, merkte ich, wie schmerzhaft der Ellenbogen vom Sturz verletzt war. Ich biss die Zähne zusammen und konnte irgendwie die letzten 20 km vom Radkurs wieder in strömenden Regen bewältigen.
 
Nach 5 Std. 41:12 Min stieg ich vom Rad und schleppte mich ins Wechselzelt, meine Psyche litt erheblich wegen der Missgeschicke beim Radkurs.
 
Nach einem Augenblick nahm ich meine Laufschuhe in die Hand und ging auf die erste von 4 Laufrunden. Zum Glück ließ nach der ersten Laufrunde der Regen endlich nach, der Laufkurs war streckenweise vom Regen abgesoffen,  man musste ständig Slalomlaufen, um nicht knöcheltief im Wasser zu laufen! Nach 4 Std. 36:33 Min brachte Thomas diesen Marathon hinter sich und kam nach 12 Std. 01:11 Min. ins Ziel. Das war der 956. Gesamtplatz u. der 73. in der AK 50.
 
Als Thomas wieder zu Haus war, stellte sich heraus, dass sein Wettkampfrad einen Totalschaden hatte. Das Schaltwerk hatte sich mit dem Aluminium verbogen und konnte nicht mehr gerichtet werden. So wollte Thomas seine Saison nicht beenden, kaufte sich ein neues Wettkamprad und startete 15 Tage später zum 3. Mal in Louisville (Kentucky) beim Ironman. Aber auch hier hielt seine Pechsträhne an: Beim Schwimmen im Ohio-River musste Thomas ungewollt mehrmals Wasser schlucken, weil wohl zu viele gute Schwimmer beim Start zu spät kamen und sich hinten anstellen mussten. Als diese guten Schwimmer dann endlich ins Wasser kamen, wurden die langsameren Schwimmer, so wie ich, gnadenlos und oft auch ohne Rücksicht „überschwommen“.
 
Auf den ersten 800 m um eine Insel, erst dann konnten wir nochmals gute 200 m gegen die Strömung in den Hauptstrom schwimmen, dann ging‘s um eine Boje und dann fast 2,9 km mit Strömung Richtung Wasserpark zum Ausstieg, Thomas kam nach 1 Std. 24 Min aus dem Wasser und bemerkte schon beim Wechsel auf‘s Rad, dass was mit seinem Magen nicht in Ordnung ist. Thomas brauchte für den Radkurs gute 5 Std. 25 Min. aber die Magenschmerzen wurden nicht besser, er musste sich zum Essen zwingen, um nicht einen Hungerast beim Radfahren zu bekommen.
 
Nun ging es auf die Laufstrecke, nach ca. 6 km musste Thomas wegen Magenproblemen das Laufen abbrechen und konnte nur noch gehen. Alle Getränke wurden mit Eiswürfeln gereicht, Thomas entfernte die Eiswürfel und
erwärmte die Getränke mit den Händen, damit sie etwas magenfreundlicher wurden. An Essen war nicht zu denken. Nach über 3 Std. für die erste von 2 Laufrunden kam seine Freundin Andrea ihn schon aufgeregt entgegengelaufen. Es war schon nach 18 Uhr Ortszeit, die Sonne ging schon langsam unter und es wurde immer kühler, Thomas wollte seinem Körper nicht nochmals über 3 Std. für die letzte Laufrunde weiter belasten, wobei die Beine noch fit waren. Thomas ging in den Zielbereich, beendete seinen Wettkampf und wurde erstmals im Medizinzelt versorgt.
 
Im Nachhinein muss ich sagen, dass es die richtige Entscheidung für mich war, die Gesundheit geht nun mal vor allem! Das war für Thomas sein bis jetzt viertes Ironman-Rennen in 23 Jahren, das er nicht ins Ziel bringen konnte.
Ingrid Gangloff startete Anfang Oktober beim Harzgebirgslauf um den Brocken über die Halbmarathondistanz mit über 600 Höhenmetern. Sie kam nach 2 Std. 32:14 Min. ins Ziel und freute sich über den 18. Platz in der W50 bzw. 115. gesamt weiblich.
 
Anfang November starteten Andrea und Thomas gemeinsam bei der „Herbsthärte“ über 10 km vom Kniepenberg zum Weinberg mit über 220 Höhenmetern. Nach 1 Std. 17:52 Min. erreichten beide das Ziel am Verdo, Andrea wurde Frauengesamt 100. und belegte in ihrer AK W35 den 8. Platz. Thomas wurde gesamt 296. und in der M50 45.
 
Tim Schinkel startete zum 3. Mal beim Stundenschwimmen in Lüchow Ende Januar 2017 und wurde mit 3.295 m in der M50 2. Beim Run to Bike im Amtsgarten Lüchow ging Tim an den Start und erreichte 11 Runden und kam nach 58:03 Min. ins Ziel. Das war der Gesamt 23. Platz und in seiner AK Senioren Platz15. Am 24. März startete Tim beim Halbmarathon in Wustrow und kam nach 1 Std. 56:36 Min. ins Ziel. In seiner AK M50 wurde Tim 4. und gesamt 22. Zurzeit führt Tim die Rennschneckenwertung 2017 an und startet am 30. April 2017 in Gartow beim Duathlon.
 
Am 12. März 2017 starteten Andrea und Thomas beim 35. Internationalen Celler Wasa-Lauf. Andrea lief 3 Runden à 5 km und brauchte für die 15 km 1 Std. 36:15 Min. Das war der 26. Platz in der W30 (in Celle gibt es nur 10er Jahrgangsklassen). Thomas lief 4 Runden und brauchte damit für die 20 km 1 Std. 37:19 Min., was der 42. Platz in der M50 war
 
Eine Woche später, am 19.März startete Thomas beim 31. Internationalen Schiffshebewerk-Volkslauf in Scharnebeck über die Halbmarathondistanz mit über 220 Höhenmetern. Es wurde ausschließlich im Wald gelaufen, auf Forstwegen, und das bei starkem Dauerregen und streckenweise völlig aufgeweichten Wegen kam Thomas nach 1 Std. 46:41 Min. ins Ziel. In seiner AK M50 wurde Thomas 10. und gesamt 37. von über 135 Startern.
 
Am 9. April startete Ingrid beim Hannover Marathon und kam nach 4 Std. 29:51 Min. ins Ziel, das war der 34. Platz in der W50 und gesamt der 1559. Platz. Am 23. April starteten Andrea u. Ingrid in Hamburg beim Marathon beim Woman-Race, diese Wertung für Frauen wurde dieses Jahr vom Veranstalter zum 1. Mal eingeführt: 2 Frauen bilden ein Team und laufen beide abwechselnd einen Halbmarathon.
 
Ingrid war die Startläuferin und übergab nach 2 Std. 9:36 Min. den Zeitchip in Barmbek an Andrea, diese brauchte 2 Std. 25:40 Min. bis ins Ziel. Kurz vor dem Ziel gab es für die Womans-Race-Teams eine Box, wo der Startläufer auf den Zielläufer warten musste, damit beide gemeinsam nach 4 Std.35:16 Min. ins Ziel laufen konnten. Für das SV Gartow Womans Race-Team war es der 262. Platz von 500 Frauenteams.
 
Auch Thomas ging in Hamburg beim Marathon zum 27. Mal an den Start. Das Wetter meinte es an diesem Tag nicht gut mit den Läufern, Hagelschauer und starker Wind mit Temperaturen unter 10 Grad waren ständige Begleiter.
(Thomas Münster)